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Den Kleider­schrank ausmisten – wie schön, dass man die Sachen heute auf Tauschbörsen ins Internet stellen kann. Da schickt man die Klamotten hin und erhält Punkte. Für die kann man Kleidung bestellen, die andere Leute einge­schickt haben. Bezahlt wird mit Punkten statt mit baren Euros – eigentlich wunder­bar. Doch es gibt böse Fallen. Zum Beispiel Zamaro.de.

Keine Retouren

Die Seite Zamaro.de akzeptiert nur Damen­artikel „in eindeutig neuwertigem Zustand“. Das klingt nur eindeutig. Wie viele Punkte es gibt, bewertet Zamaro subjektiv. Nimmt es die Sachen nicht an, ist die Einsenderin sie los: „Artikel können nicht retourniert werden“, sagt Zamaro. Das passierte einer Frau, die sich bei der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen (VZ NRW) beschwerte. Auf die Frage nach dem Verbleib ihrer „sehr teuren Pumps“ hieß es: „Weg ist weg – keine Diskussion.“ Ärgerlich auch, dass Kunden am Ende doch bezahlen: Versand­kosten und bis zu 5,90 Euro „Pack­gebühr“ – für jedes Teil extra.

Vorsicht, Abofalle!

Richtig böse ist eine Abofalle unter „Kostenlos anmelden“. Viele Verbraucher über­sehen im Klein­gedruckten, dass sie eine 24-wöchige „Premium-Mitgliedschaft“ bei Zamaro eingehen, für die sie pro Woche 16 Euro berappen müssen, 384 Euro also insgesamt. Die VZ-Juristen halten das für unwirk­sam. Wer herein­gelegt wurde, sollte wider­sprechen und Abbuchungen bei seiner Bank zurück­holen.

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