test warnt Meldung

Jeden Morgen das Gleiche: Im Türgriff klemmt ein buntes Kärtchen: „Sie wollen Ihr Auto verkaufen?“ An allen Autos in der Straße der gleiche Zettel. Offenbar gehen Drückerkolonnen nachts das ganze Viertel ab. Auch wer kein Auto hat, ärgert sich: Die unverrottbar in Folie eingeschweißten Karten müllen die Straße zu.

test hat einige der angegebenen Handynummern probiert. 6 500 Euro bot der erste Händler für unseren VW, „äußerster Preis“. Bei 5 000 Euro lag der letzte: „Bei VW geben sie auch nicht mehr.“ Dabei steht der Passat mit 9 700 Euro in der Schwacke-Liste. Genauso kaltschnäuzig sind die Kauftricks: Motorhaube auf, gewichtiges Kopfschütteln: „Sieht nicht gut aus“, dann unzählige Mängel erfinden, Zeitdruck machen, einen Redeschwall loslassen. Einige Typen blafften uns an: „Sie haben ja keine Ahnung.“

„Hinter den Rufnummern steckt offenbar stets dieselbe Gruppe“, berichtet Rainer Rozynek vom Autoclub ACE. Er empfiehlt: „Inserieren Sie besser in der Zeitung oder kostenlos im Internet.“ Der Verkauf an privat bringt mehr.

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