test warnt Meldung

Wunderhei­lungen gibt es in der Bibel. Aber am Bank­schalter? Mitarbeitern der Stadt Alsdorf waren drei Taub­stumme aufgefallen, die in der City Spenden sammelten. Als sie das Geld in der Bank einzahlten, konnten die drei plötzlich sprechen. Die Mitarbeiter der Stadt riefen die Polizei, die das Trio fest­nahm.

Die Masche grassiert bundes­weit. Meist sind es junge Täter. Sie halten den Opfern ein Klemm­brett unter die Nase. „Helft Taub­stummen“ steht da. Sie bitten um eine Spende für eine Gehörlosenschule, einen Verein oder einen Verband, der in Wahr­heit gar nicht existiert. Manchmal legen sie ein Fantasiezertifikat vor oder fälschen das Logo des Gehörlosen­bundes. Das Klemm­brett hilft, um dem Opfer darunter ungesehen die Geldbörse aus der Tasche zu ziehen. Oder einer lenkt den Spender ab, der andere greift zu. In Restaurants gehen sie an die Tische: Liegt dort ein Handy, legen sie das Klemm­brett darüber. Und klar: Wenn sie gehen, ist das Handy weg. Teils belagern sie sogar Bank­kunden am Geld­automaten. Einige bitten nicht um Geld, sondern um Name, Adresse und Unter­schrift. Dann können sie per Handy ihren Komplizen mitteilen, wo gerade niemand zuhause ist – der Einbruch folgt.

Tipp: Wer wirk­lich etwas für Gehörlose tun will, kann spenden unter www.gehoerlosen-bund.de.

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