test warnt Meldung

Die E-Mail von „Bunkering Logistic Inc.“ aus Panama hat es in sich: „Sie haben die EnEV 2014 noch nicht umge­setzt“, steht da. Es geht um die Energie-Einspar­ver­ordnung. Seit 1. Mai muss jede Immobilien­anzeige, egal ob Zeitung oder Internet, Daten aus dem Energie­ausweis enthalten, beispiels­weise Effizienz­klasse oder Heizungs­art. Nun sei eine Unterlassungs­erklärung nötig, droht die E-Mail. Sonst könne das Ganze am Ende bis zu 2 500 Euro kosten.

Die E-Mails seien reine Abzocke, sagt Rudolf Koch, Vize­präsident des Immobilien­verbands Deutsch­land. „Die gehören in den Papierkorb.“ Die Absende­radresse sei exotisch, der Inhalt allzu vage. Etwa 60 000 wurden verschickt, schätzt er anhand der fort­laufenden Aktenzeichen.

Dennoch sollten Vermieter und Verkäufer – auch private – sich schnell einen Energie­ausweis besorgen. Bis 1. Mai 2015 läuft eine Über­gangs­zeit. Danach droht ein Ordnungs­geld, wenn die Daten in der Anzeige fehlen. Wer noch keinen Ausweis hat, braucht in der Anzeige keine Angaben zu machen, sollte aber vorsichts­halber darauf hinweisen. Bei Wohnungs­besichtigungen ist der Energie­ausweis heute schon Pflicht. Fehlt er, kann ein Ordnungs­geld fällig sein – aber im Moment nur theoretisch, glaubt Koch: „Noch haben die meisten Bundes­länder nicht geklärt, welche Behörde zuständig ist.“

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