test warnt Jobangebot per Video-Ident

test warnt - Jobangebot per Video-Ident
© Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Ein neuer Job, schnell und ohne Vorstellungs­gespräch: Das bieten Betrüger im Internet, teils bei Ebay, teils bauen sie Seiten großer Firmen nach. Bewerber sollen ihren Ausweis einscannen und mailen, dazu ein Selfie-Foto mit dem Ausweis in der Hand. Ein paar Tage später folgt die Bitte, sich per Video-Ident auszuweisen. Diesen Weg nutzen auch Internet­banken, um Neukunden sicher zu identifizieren.

So gehen die Ganoven vor

Eine Handy-App verbindet den Kunden mit einem Mitarbeiter des Ident-Dienstes. Dem zeigt er per Handykamera sein Gesicht und den Ausweis. Was der Jobsucher nicht ahnt: Die Identitäts­prüfung ist nicht für einen Job, sondern um ein Bank­konto zu eröffnen, das die Betrüger zuvor mithilfe des einge­scannten Ausweises in seinem Namen beantragt haben. Dabei haben sie ihre eigene Adresse angegeben. Nach Abschluss des Ident-Verfahrens geht daher die Post mit den Geheim­nummern fürs Konto an sie. Parallel betreiben die Gauner Internetläden, die nie Ware verschi­cken. Über das Konto nehmen sie Geld an und verschieben es ins Ausland. Für den Jobsucher kann das teuer werden: Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen Betrugs.

Tipp: Fragen Sie den Ident-Dienst, zu welchem Zweck er Ihre Identität prüft. Das entlarvt die Betrüger.

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