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Gratis, aber teuer – nach dieser Methode funktionieren viele Browser­games: Spiele, die direkt im Internet gespielt werden, ohne sie herunterzuladen. Laut Eigenwerbung sind sie gratis, und bei Tausenden stimmt das auch. Aber nicht bei allen. Manche kosten schnell Hunderte Euro.

Der Trick ist simpel. Wer im Spiel Erfolg haben will, braucht Zubehör: für den „Meister der Kampfkunst“ einen Tapferkeitsumhang oder eine dritte Hand. Und das gibts nur gegen echtes Geld. Bezahlt wird über teure Anrufe auf 0900-Nummern oder Premium-SMS. Auch Mädchen werden angefixt: Da gibt es Spiele mit Kuschelhasen, Kätzchen und natürlich Pferden. Die brauchen magische Hufeisen, Leistungsfutter oder schicke Sättel. Kauft „Frauchen“ nicht genug, fohlt die Stute nicht ab oder stirbt gar. Sogar zum Anwerben neuer Spieler werden die Kinder benutzt: Wer einen Paten hat, kommt besser ins Spiel, berichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfa­len (VZ). Sie kennt Fälle, wo Kinder hunderte Euro verzockt haben.

Zahlen sollen am Ende die Eltern. Doch sie haften nach Ansicht von VZ-Juristin Iwona Gromek nicht, da sie gar keinen Vertrag abgeschlossen haben. Wenn Anbieter bewusst darauf verzichten, die Altersangabe zu überprüfen, tragen sie auch das Risiko. Betroffene sollten sich in einer Verbraucherzentrale Rat holen.

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