test warnt Meldung

Wem ein Brief vom Inkassodienst ins Haus flattert, der bekommt meist ein schlechtes Gewissen. Doch die Empfänger solcher Briefe sollten erst einmal in Ruhe prüfen, ob die Forderungen in dem Mahnschreiben überhaupt gerechtfertigt sind. Immer öfter verschicken Inkassodienste nämlich Mahnbriefe, obwohl gar keine Pflicht zur Zahlung besteht.

Jüngster Fall ist die „Deutsche Inkassostelle“ aus Eschborn. Nach Aussagen der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg verschickt sie Mahnungen über angebliche Verträge zum „Projekt Nachbarschaftspost“ (siehe „test warnt“ 9/08). Bei diesem Trick hatten unerbetene Anrufer auf „wichtige Mitteilungen“ von Nachbarn hingewiesen, die über eine teure Internetseite abrufbar waren. Zahlreiche Betroffene fielen darauf herein und sahen sich dann mit Forderungen von über 200 Euro konfrontiert – zu Unrecht, wie die Verbraucherzentrale betont.

Mit ähnlichen Methoden, also Inkassobüros oder Anwälte einzuschalten, arbeiten die Onlineanbieter „mega-download“ und „opendownload“.

Tipp: Lassen Sie sich von Drohbriefen nicht einschüchtern. Prüfen Sie bei Inkassoforderungen immer genau, ob Sie tatsächlich zur Zahlung verpflichtet sind. Die Verbraucherzentrale hält Musterbriefe bereit, mit denen Sie sich wehren können.

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