test warnt Meldung

Auto­knacker haben eine neue Masche erfunden – angeblich. Die Opfer steigen ahnungs­los ins Auto, legen den Rück­wärts­gang ein und sehen einen Zettel an der Heck­scheibe. Sie steigen aus, der Schlüssel steckt, sie gehen nach hinten. Da taucht ein Dieb auf, springt ins Auto und fährt davon. „Rufen Sie sofort die Polizei, wenn Sie einen Zettel sehen“, warnen zahlreiche E-Mails von privaten Absendern. Auch angebliche Mails der Polizei Fritzlar machen die Runde. Doch die hessische Polizei versichert, dies sei eine Falsch­meldung. Und warum sollte jemand einen Zettel an der Scheibe erst bemerken, wenn er in den Rück­spiegel sieht?

Die Mail ist ein Hoax – ein Internethokuspokus, frei erfunden. Meist kommen Hoaxes mit der dringenden Bitte, sie an alle Freunde weiterzuleiten – daher die vielen privaten Absender. Da gibt es Verschwörungs­theorien, Petitionen, Glücks­briefe oder es heißt, mit dem Weiterleiten werde ein Spender Geld geben, um ein krankes Kind zu retten. Auch Erstattungen von Fernseh­gebühren sind ein Hoax, ebenso versprochene Gratis-Handys. Gern wird vor Terror­anschlägen gewarnt, vor HIV-Infektionen im Kino, Rattenurin auf Dosen oder vor Viren, die dann just im Anhang der E-Mail stecken. Wer wissen will, ob eine Warnung ein Hoax ist, kann beim Info­service der TU Berlin nach­sehen (http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/).

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