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Anderen helfen und dabei bares Geld verdienen? So genannte Herzkreise versprechen das Unmögliche. Wer ein gutes Herz hat, verschenkt einfach 5 000 Euro, wenige Wochen später kommen Tausende Euro zurück. Willige Opfer sind vor allem Frauen. Die Neu-Einsteigerin wird Mitglied einer Spirale, die aus drei Ebenen besteht: unten neun Plätze, darüber drei, an der Spitze steht eine Frau. Sie erhält von jeder Neuen 5 000 Euro und scheidet dann aus. Danach teilt sich die alte Spirale in drei neue.

Dass so viele darauf hereinfallen, liegt am esoterischen Gehabe drum herum und der persönlichen Nähe: Viele Kreise treffen sich wöchentlich. „Energie und Verbundenheit“ und „gelebte Liebe“ sollen zum Ausdruck kommen. „Der Prozess des Schenkens segnet uns“, heißt es: „Wir müssen nichts festhalten und an uns raffen.“ So viel Gutmenschentum wird durch Gründungsmythen überhöht: Die Kreise wurden in Kanada für Not leidende Frauen gegründet, behaupten die einen. Andere bemühen brasilianische Nonnen als Gründungsmütter.

Doch der soziale Zweck ist Etikettenschwindel. Dahinter steckt ein simples Schneeballsystem. Letzten Endes zocken Frauen ihre Freundinnen ab. Nach der 20. Teilung müssten zehn Milliarden Frauen einsteigen, dreimal mehr, als auf der Welt leben.

Die Zirkel, auch Schenkkreise genannt, firmieren unter verschiedensten Namen: „Sternenkreis“, „Lotosblüten“, „Power Circle“, „Sterntaler“. Auch männliche Logik ist vor dem Humbug nicht gefeit: Da gibt es „Sonnenmänner“, „König Artus Ritter“ oder „Die Tafelrunde“.

Tipp: Wir raten dringend vom Einstieg ab. Noch ist die Rechtslage nicht geklärt, aber viele Schneeballsysteme wurden für sittenwidrig erklärt. Gewinnerinnen müssen das Geld dann zurückzahlen.

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