test warnt Meldung

Trauernde Angehörige um Geld zu betrügen – wer das macht, kennt keine Skrupel. Doch genau darauf haben sich Abzo­cker spezialisiert. So bekam eine Familie in der Nähe von Karls­ruhe Post von einer nieder­ländischen „Treu­hand­gesell­schaft“: Der Verstorbene habe ein fünf­stel­liges Guthaben hinterlassen. Man brauche nun eine Annahme­erklärung, und die koste 40 Euro Gebühr.

Etwas anders geht die angebliche Kanzlei Miller & Spencer vor. Sie erklärt, der Verstorbene sei ihr Klient und hinterlasse sein „sagenhaftes Vermögen“ zufäl­lig ausgewählten Erben, „mit denen es das Schick­sal nicht so gut gemeint hat“. Nur: Um ihn zu ehren, sollen die Leute ein Heft­chen mit Lebens­weisheiten des Verstorbenen kaufen.

Ähnliche Briefe kommen oft aus Spanien. Fast täglich erhält die Botschaft Anrufe von Betrugs­opfern, berichtet das Auswärtige Amt. Häufig behauptet ein Anwalt, ein Verwandter sei gestorben. Dessen Millionen brauchten nun einen neuen Besitzer. Vorab will er eine kleine Gebühr, dann noch eine und noch eine: Steuern, Zoll, Trans­port und mehr – zu über­weisen per Moneygram oder Western Union. Da kann der Täter das Geld anonym abholen. Die Kanzlei­adresse existiert nicht, die Telefon­nummer im Brief­kopf ist ein Prepaid­handy. Und die Millionen? Die bleiben weiter herrenlos.

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