test warnt Meldung

Manche Verträge versuchen dem Verbraucher mehr zu entlocken, als er eigentlich wollte. Wer zum Beispiel bei 1&1 im Internet einen DSL-Zugang bestellt, kann mehrere Zusatzoptionen ankreuzen, doch beim Kästchen „Sicherheitspa­ket“ ist schon automatisch ein Haken gemacht. Der Kunde muss aufpassen und ihn wegklicken, wenn er das Paket nicht will. Ähnlich bringen die Kabelfirmen Ish und Iesy teure TV-Programme ins Haus. Auch Billig-flieger Easyjet setzt darauf, dass Kunden eine Reiseversicherung nicht löschen, sondern 16 Euro bezahlen.  Noch teurer wird diese Methode für Bankkunden. Bei einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands war bei 40 Prozent aller Ratenkredite eine Restschuldpolice vorange­kreuzt – eine Leistung, von der wir abraten, weil sie den Kredit stark verteuert.

Besonders heimtückisch sind Voreinstellungen, wenn daneben der Hinweis „kostenlos“ steht. Gratis ist das Ganze meist nur für kurze Zeit. So kostet das Sicherheitspaket bei 1 & 1 nach einem halben Jahr 4,99 Euro im Monat, wenn der Kunde nicht rechtzeitig abbestellt. Und die Pay-TV-Sender von Ish oder Iesy gibt es nur drei Monate gratis. Danach kosten sie 7,90 Euro.

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