Gratis-Warenproben, Gratis-Gutscheine? Die Masche „Kostenlos ist immer gut“ taugt wunderbar, um Schnäppchenjäger aufs Kreuz zu legen. Das zeigen diverse Internetportale.

Das Angebot: Der Kunde gibt seine Adresse an, zahlt meist 20 bis 100 Euro für drei bis zwölf Monate Mitgliedschaft und erhält in dieser Zeit Tausende Gratisproben von zig Herstellern.

Das Problem: Das Geld wird ruckzuck abgebucht, die Proben kommen nie.

Inzwischen quellen Inter­netforen über mit Mails geneppter Kunden. „Ich bekam einen 10-Euro-Gutschein für Kontaktlinsen in Oldenburg. Erstens brauche ich keine Linsen, zweitens wohne ich 350 km von Oldenburg entfernt“, schimpft eine „cocfrau“.

„Ich habe in sechs Mo­naten nur eine einzige Probe erhalten“, berichtet S. S. „Ich bekam einen der Schlecker-Gutschei­ne, die zu Hunderten in den Filialen rumliegen“, schreibt T. F.

Ähnliche Erfahrungen machte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wochenlang wurde der Computer mit Werbe-Mails zuge­müllt. Dann kamen zwei Tampons, später Hundefutter – obwohl sich ein männlicher Single ohne Haustier angemeldet hatte. Dazu gab es Rabattkupons, die jedermann in Zeitschriften findet. „Das ist entschieden zu wenig, um so viel Geld auszu­ge­ben“, warnt VZ-Jurist Jürgen Schröder.

Verräterisch ist das Kleingedruckte. Da schreiben fast alle Anbieter: „Wir garantieren nicht, dass tatsächlich Proben verschickt werden.“

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