test warnt Meldung

„Ein schöner Tag zum Schenken.“ So nett wurde eine Passantin nahe Heilbronn von einem Auto­fahrer angesprochen, der nach dem Weg fragte. Danach beugte sich die Beifahrerin herüber und bedankte sich ganz über­schwäng­lich für die Auskunft. Als Dank wollte sie der Frau unbe­dingt einen Ring schenken und hängte ihr blitz­schnell sogar eine Kette um den Hals. Das schien sehr über­trieben, aber im Nu war das Auto wieder weg. Erst jetzt merkte die über­rumpelte Passantin: Ihre eigene Gold­kette fehlte. Der geschenkte Schmuck war wert­los.

Mit dieser Masche sind die Trick­diebe über­aus erfolg­reich. Bundes­weit häufen sich Anzeigen bei der Polizei. Meist werden die Opfer von Auto­fahrern angesprochen. Die Beifahrerin hat eine Karte auf dem Schoß ausgebreitet, sodass man sich ein wenig ins Auto hinein­beugen muss.

Bei einer Variante des Tricks bieten Frauen Schmuck auf der Straße, auf Park­plätzen, an Bushalte­stellen oder in Haus­eingängen sehr aufdringlich zum Kauf an und hängen den Opfern die Ketten gleich um. Meist wartet in der Nähe ein Komplize im Auto, mit dem sie dann schnell verschwinden. Die Betrogenen werden so über­tölpelt, dass sie voll­auf damit beschäftigt sind, sich gegen die plötzliche Zudringlich­keit zu wehren. Den Verlust ihrer eigenen Hals­kette bemerken sie zu spät.

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