test warnt Meldung

Die Zahl der ec-Karten-Diebstähle steigt dramatisch. Besonders gefährlich ist eine neue Masche: Diebe manipulieren nach Schalterschluss Geldautomaten, insbesondere in abgelegenen Banken. Sobald der Kunde die Karte einschiebt, wird sie scheinbar einbehalten. Die meisten unternehmen erst einmal nichts, weil sie glauben, dass sie ihre Karte am nächsten Tag am Schalter zurückbekommen. Doch stattdessen wird das Konto leer geräumt. Denn Diebe haben den Kartenschacht so verändert, dass die ec-Karte zwar eingezogen, aber nicht mehr ausgeworfen wird. Ist der Kunde weg, fischen sie die eingeklemmte Karte aus dem Automaten.

An die Pin-Geheimzahl kommen sie auf verschiedenen Wegen. Einige installieren eine kleine Videokamera in der Nähe des Automaten. Andere stehen dicht hinter dem Opfer und schauen ihm beim Eingeben der Pin über die Schulter. Oder sie bieten Hilfe an, sobald der Automat die Karte schluckt, und ermuntern das Opfer, die Pin nochmals einzugeben.

„Diese Diebstahlsvariante ist ein bundesweites Phänomen“, berichtet Birgit Vetter, Sprecherin des Bundeskriminalamts. Sie werde auch im Ausland angewandt, besonders in spanischen Urlaubsgebieten. Es gebe aber auch Fälle aus Asien, Südamerika und Südafrika.

Unser Rat: Achten Sie bei der Pin-Eingabe unbedingt darauf, dass niemand sie beobachtet. Melden Sie „verschluckte“ ec-Karten sofort, sonst müssen Sie unter Umständen selbst für Abhebungen haften. Für die Sperrungen brauchen sie Ihre Kontonummer, nicht aber die Geheimzahl. Die einheitliche ec-Karten-Sperrnummer: 0 180 5/02 10 21.

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