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Gerade zu Weihnachten versuchen professionelle Drückerkolonnen, Spendengelder in die eigenen Taschen zu lenken.

Rund 20 000 Organisationen sammeln für wohltätige Zwecke – vor allem zu Weihnachten. Doch darunter sind immer wieder auch schwarze Schafe. Vorsicht gilt bei:

Zeitdruck: Spendensam­mler sollten auf keinen Fall Zeitdruck machen. Das ist eine typische Masche von Gaunern. Wenn jemand spenden will, dann darf er vorher in Ruhe darüber nachdenken.

Werbung: Die Werbung sollte sachlich sein und sparsam eingesetzt werden. Stark gefühlsbetonte, Mitleid er­re­gende Werbung ist ein klares Zeichen für Abzocker.

Haustür: Zwar sammeln auch seriöse Organisationen an der Haustür. Doch das „Klinkenputzen“ ist besonders bei unseriösen Drückern beliebt. Unterschreiben Sie nichts! Ein seriöser Sammler wird Ihnen gern ein Überweisungsformular dalassen und weitere Infos zuschicken.

Behinderte: Vor allem an der Haustür werden oft Waren ange­bo­ten, die angeblich von Behinderten gefertigt wurden. Oder mit dem Mund oder Fuß gemalte Bilder. Das ist meist Betrug. Werkstätten für Behinderte verkaufen in eigenen Läden, auf Basaren oder Weihnachtsmärkten, nicht an der Haustür.

Fördermitglied: Oft gründen Abzocker eingetragene Vereine, etwa für Tierschutz oder Luftrettung. Dann überre­den sie Spender, Fördermitglied zu werden. Prüfen Sie genau, mit wem Sie es zu tun haben. Teils wird später mehr als der vereinbarte Beitrag vom Konto abgebucht.

Spendendose: Sammler mit Spendendosen müssen eine behördliche Genehmigung sowie einen Sammelausweis haben. Die Dose sollte verplombt sein. Ausnahme: In Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt wurden diese Vorschriften gestrichen.

Damit das Geld in die richtigen Hände gerät, vergibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen ein Spendensiegel, das mittlerweile 184 Organisationen tragen.

Tipps

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Massiv Druck zu machen, ist ein klares Indiz für Abzockerei.

Damit das Geld in die richtigen Hände gerät, vergibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen ein Spendensiegel. Eine Liste der geprüften Organisationen können Sie dort anfordern.

  • Konzentrieren Sie Ihr Geld auf wenige Hilfswerke. Wer vielen Gruppen spendet, wird dort registriert und erhält bei späteren Spendenaufrufen entsprechend viel Werbepost.
  • Streng zweckgebundene Spenden sollten die Ausnahme sein. Sie verursachen höhere Verwaltungskosten.
  • Das gilt auch bei Patenschaften für einzelne Kinder. Besser sind Projektpatenschaften, die dem ganzen Dorf helfen.

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen
Bernadottestraße 94
14195 Berlin
Tel. 0 30/8 39 00 10
www.dzi.de

Deutscher Spendenrat
Simrockallee 27
53173 Bonn
Tel. 02 28/9 35 57 28
www.spendenrat.de

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