test warnt Meldung

Auch grund­seriös erscheinende Banken können abzo­cken. Belastung in Euro oder Franken? Das fragt scheinheilig der Geld­automat der Zürcher Kantonal­bank. Ähnlich machen es viele Schweizer Banken. Jetzt auf „Euro“ zu drücken, liegt nahe, ist aber teuer. Dann nimmt die Bank fürs Umrechnen 3 Prozent Gebühr, die sie schon in den Wechselkurs einge­rechnet hat. Hätte der Kunde Franken gewählt, hätte sie seiner Bank den Franken­betrag gemeldet. Dann hätte die deutsche Bank in Euro umge­rechnet – meist zu einem fairen Wechselkurs. Das ist der übliche Weg.

Nicht nur Winter­urlauber in der Schweiz tappen in die Gebührenfalle. In Polen und Tschechien nimmt manche Bank sogar rund 10 Prozent. Das macht den Skipass richtig teuer. Auch in Groß­britannien, Dänemark, Kroatien oder Ungarn drohen diese Kosten. Oft ist die Auto­maten­anzeige so gestaltet, dass Kunden intuitiv die teure Variante wählen. Einige Geld­automaten werben perfide mit „Change 0 % Netto“ oder „0 % Commission“. Auch Hotels und Restaurants fragen listig: „Wollen Sie in Euro bezahlen?“

Tipp: Wählen Sie stets die Abrechnung in Landes­währung. Wer in die Falle getappt ist, kann sich nicht bei seiner Haus­bank beschweren. Für die Gebühr ist der ausländische Geld­automaten­betreiber zuständig. Mehr zum Thema finden Sie in unserem Test Geldabheben im Ausland, Finanztest 6/2014.

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