test warnt Meldung

Es klingt perfekt: „Finanzmanager gesucht für Überweisungen zu unserer Buchhaltung.“ Bei freier Zeit­einteilung und ohne jede Qualifikation – außer einem eigenen Konto. Und das Beste: Von jedem Transfer darf der „Agent“ eine Provision behalten. Solche Traumjobs beginnen meist als harmlose E-Mail – enden können sie im Knast.

Dahinter stecken sogenannte Phisher. Die haben zuvor in massenhaften Mails andere Bankkunden aufgefordert, auf einer Homepage, die der ihrer Bank täuschend ähnlich sieht, ihre Geheimzahlen einzugeben. Damit plündern sie das Konto. Das Geld überweisen sie an den „Finanzagenten“. Und der transferiert es über Bargeld-Services wie Western Union oder MoneyGram an die Gauner. Die legen beim Abholen gefäl­schte Papiere vor und tauchen ab.

Den Schaden hat der „Manager“. So musste eine Hamburgerin alle „abgefischten“ Beträge zurückzahlen: 32 000 Euro. Ein Rentner erhielt 18 Monate Haft, kam dann aber mit einer Geldstrafe davon. Die Ausrede, er habe von alledem nichts gewusst, konterten die Richter mit gesundem Menschenverstand: „Keine Firma der Welt hat es nötig, unbekannte Privatleute in Geldtransfers einzubinden.“

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