test warnt Meldung

Eine „deutliche Zunahme“ der Kriminalität an Geldautomaten verzeichnet das Bundeskriminalamt seit etwa August/September. Einige Täter montieren über den Bildschirm Zierleisten mit Minikameras. „Decken Sie bei Eingabe der Pin das Tastaturfeld mit der Hand ab“, rät Eduard Liedgens vom Bayerischen Landeskriminalamt. Doch auch das hilft nicht immer: Einige Täter legen eine hauchdünne Metallfolie über die Tastatur und lesen damit die Daten aus. Andere bringen eine Metallschlaufe im Kartenschlitz an. Diese Manipulationen sind technisch so gut gemacht, dass sie kaum zu bemerken sind. Etwas leichter erkennbar sind vor den Schlitz montierte Vorsätze.

  • Haben die Täter erst einmal die Pin-Geheimzahl erkannt, stellen sie Duplikate der Karten her. In diesen Fällen ist die Beweislage für Kunden relativ günstig, weil sie die Originalkarte noch haben. Außerdem wird das Geld vom Ausland aus abgehoben. Denn deutsche Karten tragen ein zusätzliches Merkmal auf dem Magnetstreifen, das nicht mitkopiert werden kann.
  • Schwieriger wird es, wenn Täter die Pin ermitteln und danach gezielt die Karte stehlen. Hier sollten Betroffene sich unbedingt in einer Verbraucherzentrale beraten lassen.

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