test warnt Meldung

Ein charmantes Lächeln, eine Rose in der Hand – so kam Margot W. in der Fußgängerzone eine junge Frau entgegen, zwei kleine Kinder im Schlepptau. „Ein Geschenk für Sie“, murmelte die Frau und gab ihr die Blume. Die 82-Jährige war überrascht: So etwas Nettes hatte sie beim Stadtbummel noch nie erlebt. Doch dann machte die junge Frau plötzlich ein tieftrauriges Gesicht und kramte einen in Plastik eingeschweißten Zettel hervor: „Tumor, mein Kind ist neun Monate alt und hat Krebs“, stand da. Ob die Rentnerin ihr einen Euro spenden könne?

Es war alles nur ein Trick. Und einer, den die Polizei nur allzu gut kennt: aus Hamburg, Bremen, Dortmund, Bünde, Oldenburg. Die Ermittlungen zeigen, dass offenbar gut organisierte Familienclans aus Osteuropa hier unterwegs sind. Immer geht es um kranke Kinder. Das Geld sei für die Krankenhausbehandlung nötig. Doch nichts davon ist wahr, berichtet Markus Scharf, Pressesprecher der Polizei Oldenburg: „Das eine Kinderbild kennen wir seit Jahren.“

Tipp: In Fußgängerzonen sind oft betrügerische Spendensammler unterwegs, etwa angeblich taubstumme Ausländer, die Geld für die Heimreise brauchen. Besser als Wildfremden etwas zu geben, ist es, seriösen Organisationen zu spenden. Informationen dazu gibt das Zentralinstitut für soziale Fragen: www.dzi.de.

Dieser Artikel ist hilfreich. 411 Nutzer finden das hilfreich.