Dass im Notfall ein Rettungs­hubschrauber kommt, wer möchte das nicht? „Wenn Sie bei uns Mitglied werden, garan­tieren wir das.“ Mit solchen Versprechen locken Werber an der Haustür. Sie geben sich als Vertreter von Luft­rettungs­ver­einen aus. Doch die Mitgliedschaft hat ihren Preis.

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Kost­spielig. Falls ein Einsatz nötig ist, zahlt die Krankenkasse.

Dass im Notfall ein Rettungs­hubschrauber kommt, wer möchte das nicht? „Wenn Sie bei uns Mitglied werden, garan­tieren wir das.“ Mit solchen Versprechen locken Werber an der Haustür. Sie geben sich als Vertreter von Luft­rettungs­ver­einen aus. Doch die Mitgliedschaft hat ihren Preis.

Jeder hat Anspruch auf Flugrettung – auch ohne Mitgliedschaft

108 Euro pro Jahr verlangte etwa Medical Air Ambu­lance Agency aus Meudt. Was die Vertreter nicht sagten: Jeder Bürger hat ohnehin Anspruch auf Flugrettung. Geht unter 112 ein Notruf ein, entscheidet die Leit­stelle, ob ein Krankenwagen kommt oder ein Hubschrauber. Die Krankenkasse trägt die Kosten. Die Mitgliedschaft in einem Verein ist unnötig. Entscheidend ist allein, ob der Einsatz notwendig ist. Dennoch schüren Werber die Angst, es gebe nur Hilfe, wenn man Mitglied ist.

Die Masche mit der Auslands­reise-Kranken­versicherung

Die Medical Air Ambu­lance Agency drehte den Leuten zusätzlich eine Auslands­reise-Kranken­versicherung an. Das verbot ihr nun das Land­gericht Koblenz (Az. 2 HK O 67/17). Noch ist das Urteil nicht rechts­kräftig. Doch in der Vergangenheit haben Gerichte schon häufig dubiosen Luft­rettern das Hand­werk gelegt. Einige Werber erwecken den Eindruck, sie selbst flögen im öffent­lichen Auftrag Rettungs­hubschrauber. Doch das über­nehmen allein ADAC-Stiftung, DRF Luft­rettung, Johanniter und der Bund – nicht irgend­welche Vereine.

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