test warnt Meldung

Auch wir wollen nicht, dass kleine Kätz­chen so leiden müssen. Da hat die junge Frau recht, die uns in der Fußgängerzone den Weg versperrt und herz­zerreißende Fotos zeigt: „Sie sind doch auch für Tier­schutz?“ Klar. Wenige hundert Meter zuvor hatte „Pro Kinder“ ebenfalls herz­zerreißende Bilder gezeigt, und vor ein paar Tagen stand hier die „Aktion Menschen­rechte“.

All das sind keine ehren­amtlichen Helfer, sondern knall­harte Drückerbanden, Profis, speziell geschult in üblen Methoden: über­rumpeln, suggestiv fragen, mora­lisch unter Druck setzen. Ihr Ziel, Fördermitgliedschaften zu verkaufen. Wer unter­schreibt, zahlt monatlich 8 Euro, 12 Euro oder mehr. Meist für zwei Jahre, mit auto­matischer Verlängerung, wenn das Mitglied nicht kündigt. Oft ziehen sie später mehr vom Konto ein als vereinbart. Amtliche Sammel­verbote zeigen das breite Themen­feld: Deutscher Tier­hilfe Verband, Hilfe für Behinderte, Protect children, friends4africa.

Tipp: Unter­schreiben Sie nichts. Das Widerrufs­recht, das sonst bei Straßenverkauf gilt, greift hier nicht, weil das Mitglied nur zahlt und kein Anrecht auf Leistungen erhält. Oft werben Drücker auch per E-Mail oder Telefon. Sicheres Zeichen: Sie setzen voll auf Mitleid. Seriöse Vereine werben sachlich und räumen schriftlich ein Widerrufs­recht ein.

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