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2,65 Prozent Kreditzins der Bauspar­kasse – 5,50 Prozent der Bank: Da gibt es nichts zu überlegen, oder?

Gibt es doch. Dann nämlich, wenn es um eine Bausparsofortfinanzierung geht. Sie richtet sich an Kunden, die jetzt bauen wollen, aber keinen Bausparvertrag haben.

Beispiel: Ein Kunde braucht 100 000 Euro. Dafür nimmt er 125 000 Euro auf, davon 100 000 fürs Haus, die übrigen 25 000 Euro gehen als Startgut­haben in einen Bausparvertrag über 125 000 Euro. Das Sofortdarlehen kostet 5,17 Prozent Zinsen. Dazu gehen 224 Euro in den Bausparvertrag. Nach elf Jahren wird der Vertrag zugeteilt. Der Bauherr löst das Sofortdarlehen ab und bekommt dann erst den Bausparkredit zu 2,65 Prozent.

Ein Schnäppchen ist das nicht. Weder die 25 000 Euro Sofort­zahl­ung sind berücksichtigt, noch die volle Ab­schl­ussge­bühr, noch die Bau­spar­raten. Inklusive aller Kosten beträgt der Zins 6,30 Prozent – mehr als ein Bankkredit mit vergleich­ba­rer Zinsbin­dung. Das gilt für die meisten Sofortfi­nan­­zie­run­gen: Nur in Ausnah­me­fällen sind sie konkurrenzfähig.

Etwas anderes ist das klassische Bausparen, wo der Kunde jahrelang spart und dann das billige Darlehen bekommt. So ein Vertrag kann sich gerade jetzt in der Niedrigzinsphase lohnen.

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