test warnt Meldung

Überraschung: Ein „Dankeschön-Paket“ liegt in der Post, abgeschickt von einer Paul Silver GbR. Myrte-Tabletten, Asaföetida-Kapseln, Trink­ampullen fürs Wohlbe­fin­den, 200 Gramm Wurst, 50 Gramm Honig. Niemand hat das Paket bestellt, und nun soll man dafür 39,99 Euro überweisen? Dabei würden die meisten Empfänger den Krimskrams höchstens umsonst nehmen.

Und genau das können sie auch. Es ist ein typischer Fall von unbestellter Ware. Unseriöse Geschäftemacher setzen darauf, dass viele Adressaten die Rechnung sehen und zahlen. Doch laut Paragraf 241a Bürgerliches Gesetzbuch sind solche Lieferungen kein Vertragsab­schluss. Wer unbestellte Ware erhält, kann damit machen, was er will. Er muss sie nicht zurückschicken oder wieder herausgeben. Viele Abzocker drohen trotzdem mit Inkasso und Rechtsan­wälten. Dann sollten Betroffene die Verbrau­cherzentrale einschalten.

Wichtig: Das gilt nicht, wenn ein Kunde etwas bestellt hat, aber nicht genau das Gewünschte bekommt und der Händler darauf hinweist, dass keine Annahmepflicht besteht und er das Rückporto zahlt. Ebenso ist es bei offensichtlichen Fehlern, etwa ein Paket für den Nachbarn gleichen Namens.

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