test warnt Dachhaie

Der Sommer naht – und mit ihm unseriöse Dachdecker. Sie stehen unangemeldet in der Tür und bieten die Sanierung des Daches an. Komplett aus einer Hand und märchenhaft günstig. Selbst im Hochsommer versprechen sie „Winterpreise“.

Lässt ein Kunde sich darauf ein, stehen die Vertriebsakrobaten ruck, zuck! auf dem Dach, meist noch am selben Tag. Und natürlich finden sie Kleinigkeiten, die repariert werden sollten, am besten sofort. Wer jetzt unterschreibt, hat schon verloren: In kürzester Zeit ist das Dach zumindest teilweise abgedeckt, und die Gauner finden immer größere Schäden. Als Beweis legen sie morsche Späne oder Scherben vor, die sie in Wahrheit selbst mitgebracht haben.

Doch nun sind Dachpfannen schon runter, der Kunde erpressbar: Was, wenn es bald regnet? Woher eine andere Firma nehmen, die schnell alles wieder richtet? Und was kostet das? Der Nachweis, dass die Arbeiten gar nicht nötig waren, ist ohnehin kaum noch zu führen. Also denken die meisten: Augen zu und durch, obwohl aus dem Märchenpreis längst ein Horror geworden ist.

Deshalb: Finger weg von Haustür-Dachdeckern. Gehen Sie lieber zum Betrieb vor Ort. Der steht auch im Gewährleistungsfall gerade. Im Zweifel hilft ein Anruf bei der lokalen Innung, unseriöse Anbieter zu entlarven.

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Dachdecker am 01.02.2013 um 13:41 Uhr
Das stimmt so nicht ganz!!!!!

Hallo,
natürlich gibt es immer wieder unseriöse ( betrügerische) " Dachhaie" (Unternehmer) die auf verschiedenste Art und Weise Kunden hinters Licht führen, aber auch in anderen Bereichen ( Einfahrten teeren,Fassadenanstriche,Uhren / Messerset verkaufen)
Wer betrügen will/ muß!!, schafft es auch es sind nicht immer die "reisenden". Ab und an stehen auch heimische Unternehmen wegen solcher "Gaunereien" ( siehe Gerichtsstatistiken).
Und anstatt hier pauschal davor zu warnen sollte lieber eine Liste mit Merkmalen und Ratschlägen zur Verfügung stehen.
Es gibt tatsächlich viele Handwerker mit einer Reisegewerbekarte die sehr gute Arbeit leisten und auch " Klinkenputzen" müssen/ wollen.
Von Stiftung Warentest hätte ich jedoch mehr erwartet wie diesen schlecht rechachierten Beitrag.
Nur einseitig und sehr Kammerlastig. pfui