test warnt Meldung

Atemberaubend, unver­gess­lich, einzig­artig, Romantik pur: So werben Internetläden für Himmels­laternen. Das sind kleine Papierballons – 50 bis 80 Zenti­meter groß. Unten hängt in einer Öffnung ein Brenn­körper. Wird er entzündet, steigt die Laterne wie ein Heiß­luft­ballon auf, oft 500 Meter hoch. Hochzeits­paare schreiben ihre Wünsche auf die Hülle und schi­cken sie so in den Himmel. Das ist brandgefähr­lich.

Gericht macht Bräu­tigam haft­bar

Ein Braut­paar aus Hessen muss rund 300 000 Euro zahlen. Die Hochzeits­gäste hatten Himmels­laternen gezündet. Eine war auf ein Gehöft gesegelt, das abbrannte. Das Ober­landes­gericht Frank­furt/Main machte den Bräu­tigam haft­bar. Er hätte als Mit­organisator des Festes das Entzünden der Laternen unterbinden müssen (Az. 24 U 108/14).

Himmels­laternen fast über­all verboten

Im Internet wimmelt es von Angeboten, auch auf Ebay oder Amazon. Ausführ­lich steht dort, wie schön die Laternen leuchten – aber fast nie eine Warnung. „Hergestellt aus schwer entflamm­barem Reis­papier“, heißt es statt­dessen beruhigend. Dennoch können die Teile Feuer fangen, auch schon im Flug. „Sie sind unbe­rechen­bar“, warnt Presse­sprecherin Silvia Darm­städter vom Feuerwehr­verband. Die Laternen sind in allen Bundes­ländern verboten – entweder generell oder der Nutzer muss eine Genehmigung einholen. Die wird im Regelfall nicht erteilt.

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