Wer beim Internet­laden Najoba Bio-Produkte einkauft, dem kann es passieren, dass ihm die Firma plötzlich 59 Euro für ein Jahr Mitgliedschaft abbucht. Der Hinweis darauf geht auf der Home­page optisch unter, ebenso beim Bestell­vorgang. Zwar steht bei „Jetzt kaufen“ eine Info, bei der man nun – anders als früher – ein Häkchen setzen muss. Das aber macht mancher eilige Internet­kunde fast auto­matisch, wenn zuvor kein unmiss­verständlicher Hinweis auf das Abo kam.

Beschwerden bei Verbraucherzentrale

Auch andere Bioläden bieten Mitgliedschaften, etwa LPG. Aber dort steht klar, dass auch andere Kunden bedient werden, dass aber für Mitglieder güns­tigere Preise gelten, und auch, ab wann sich das lohnt. Über Najoba hingegen beschweren sich Käufer bei der Verbraucherzentrale Baden-Württem­berg (VZ): Das Abo habe sie über­rascht. Auf unsere Nach­frage antwortete Najoba bis Redak­tions­schluss nicht.

VZ: Najoba handelt rechts­widrig

„Einfach eine Mitgliedschaft unter­zuschieben, ist rechts­widrig“, meint Sabine Holz­äpfel von der VZ. „Kunden sollten ihr Geld zurück­fordern.“ Auf der Website der Verbraucherzentrale Baden-Württem­berg findet sich ein Musterbrief. Auf eine Abmahnung hat die Firma nicht reagiert. Die VZ will daher Klage einreichen.

Tipp: Im Herbst 2018 hat die Stiftung Warentest Lebensmittel-Lieferdienste getestet. Unter den getesteten Unternehmen sind Bringmeister, AmazonFresh, Rewe und Getnow.

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