test warnt Meldung

Die Hamburger Polizei schlug massiv zu: Polizisten und gleich zwei Staatsanwälte durchsuchten die Räume der Firma wohnus.de – Betrugsverdacht.

Den hatte test schon lange. Bereits in Heft 10/2001 warnten wir, damals vor der „Mieterdatei24“: In Anzeigen warb sie mit Tausenden courtagefreien Wohnungen zu günstigen Preisen. Von den Interessenten kassierte sie jedoch erst einmal 90 Mark – viel Geld für wenig Vermittlung. Die Polizei vermutet gar, dass nur kassiert, nicht vermittelt wurde. Kurz nach unserer Warnung wechselte der Name in „MietKon“, später wurde „wohnus.de“ daraus. Dahinter steckt eine DIM GmbH, gegen deren Geschäftsführer Stephan Heise läuft jetzt das Ermittlungsverfahren.

Zwar ist die wohnus-Internetseite erstmal abgeschaltet. Doch bundesweit machen zig Abzocker nach diesem Muster weiter, auf seriös getrimmt, teils sogar mit Links auf die Homepage des Mieterbundes. Die Beschwerden bei den Mietervereinen häufen sich. So wurde kürzlich die Vian GmbH per einstweiliger Verfügung vom Berliner Mieterverein gestoppt. Immer sollen Interessenten zahlen, meist zwischen 40 und 60 Euro. Der Deutsche Mieterbund sieht darin einen Verstoß gegen das Wohnungsvermittlungsgesetz: Honorarzahlungen sind nur nach erfolgreicher Vermittlung erlaubt.

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