test warnt Meldung

Dass die Stiftung Warentest für Verbraucher kämpft, ist klar. Dass unsere Tipps manchem Leser bares Geld bringen, sowieso. Aber gleich 58 500 Euro? Diesen Bären wollte eine Frau Fischer am Telefon test-Leser Arno Gesche aus Hoppegarten bei Berlin aufbinden. Die Stiftung habe erfolg­reich Adress­händler verklagt. Aktenzeichen: 172 81-JZ 853. Weil auch seine Adresse dabei sei, bekomme er nun Geld. Über­weisung aufs Konto oder lieber bar?

Ach, und eine Kleinig­keit noch: 4 850 Euro Anwalts­gebühr müsse er vorab zahlen. Spätestens jetzt war dem test-Leser klar, dass Fischer ihn linken wollte. Warum nicht die Gebühr von den 58 500 Euro abziehen? „Das geht nicht“, war die Antwort. Gesche legte auf. Ein Versuch, per Rück­ruftaste die fremde Rufnummer zu erfahren, brachte nichts: Sie war unterdrückt.

Die Stiftung über­weist keinem Leser Geld. Unser satzungs­gemäßer Auftrag ist es, zu informieren. Individuellen Rat geben die Verbraucherzentralen (VZ). Viele Gauner tarnen ihren Anruf als „Verbraucherzentrale“ oder „Verbraucherberatung“. Einige schwatzen den Opfern Abos auf, andere drohen mit Inkasso­rechnungen oder bieten gegen Vorkasse Schutz vor Werbeanrufen – ausgerechnet. Einige programmieren wirk­lich die Nummer der VZ ins Display. Aber die ruft niemanden ungefragt an.

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