test warnt Meldung

Wer denkt schon an Böses, wenn eine Partnervermittlung „Senioren- und Freundschaftskreis“ heißt? Doch wer sich auf eine der Anzeigen in der Lokalpresse meldet, muss höllisch aufpassen. Die Preise können happig sein: 5 950 Euro zahlte ein 67-Jähriger. Dafür bekam er zehn Partner­vor­schläge, die für ihn wertlos waren, urteilte das Landgericht Mönchengladbach (Az. 6 O 385/07). Fünf bestanden nur aus Name, Adresse und Rufnummer – nichts über Alter, Hobbys oder gar Charakterzüge, ob die Personen schon mal verheiratet waren oder Kinder haben. Bei seinem Anruf hatte der arme Rentner zunächst geglaubt, mit der Dame aus der Annonce zu sprechen. Doch dann wurde er von einer Vertreterin überrumpelt. Sie fuhr noch am selben Tag mit ihm zur Bank, damit er sofort zahlen konnte. Im Vertrag stand ein Passus, nach dem er angeblich die Vertre­terin zu Vertragsgesprächen eingeladen habe. Damit sollte ihm das bei Haustürgeschäften gültige 14-tägige Widerrufsrecht genommen werden. „Unzulässig“, urteilten die Richter. Die Firma war in anderen Fällen ähnlich vorgegangen.

Tipp: Gerade unter Partnervermittlern gibt es viele Abzocker. Unterschreiben Sie den Vertrag nie sofort, fragen Sie vorher in der Verbraucherzentrale. Zahlen Sie nie bar. Die Verträge können jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

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