test warnt Meldung

Kostenlos Menschen in Not helfen und dafür auch noch gratis eine Zeitschrift bekommen – so sprachen Werber des VSR Verlag Service Passanten auf der Straße an. Mit der Unterschrift für ein angeblich unverbindliches Probeabonnement könnten sie Hartz-IV-Beziehern helfen, einen festen Job zu bekommen.

Die Masche ist weit verbreitet. Hier soll das Probeabo einem Arbeitslosenprojekt helfen, dort benachteiligten Jugendlichen. Oder es geht um eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit, für die ein Fragebogen auszufüllen sei. Immer muss der Kunde seine Adresse nennen, damit die Zeitschrift zugestellt werden kann. Und er muss unterschreiben. Was er übersieht: Irgendwo steht, dass es ein Jahres- oder Zweijahresabo ist.

Natürlich ist das verboten. Die Verbraucherzentrale Hamburg (VZ) hat ein Urteil gegen den VSR Verlag erwirkt (LG München I, Az. 17 HK O 1489/11). Hier gilt wie bei anderen auf der Straße abgeschlossenen Zeitschriftenverträgen ein 14-tägiges Widerrufsrecht. „Unabhängig davon kann das Abonnement wegen arglistiger Täuschung angefochten werden“, erklärt VZ-Juristin Julia Rehberg. Die VZ ist an weiteren Fällen interessiert: www.vzhh.de.

Tipp: Wer spenden möchte, sollte das vernünftig tun. Tipps stehen im Artikel „Spendenorganisationen“ in test 12/2011.

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