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Kostenlos telefonieren? Immerhin 30 Freiminuten verschenken Werber von freenetPhone. In Einkaufszentren oder auf der Straße bieten sie ein Gewinnspiel: Kurz das Los freirubbeln, Name, Adresse, Rufnummer eintragen und die Gewinnbestätigung unterschreiben.

Doch statt beschenkt fühlen viele sich geneppt. Denn auf der Rückseite steht, dass dies ein Preselection-Vertrag sein soll: Der Anschluss bleibt bei der Telekom, aber Gespräche laufen über freenetPhone. Den Verbraucherzentralen (VZ) liegen massenweise Beschwerden vor. „Wir vermuten systematische Irreführung“, erklärt Jurist Norbert Richter von der VZ Brandenburg. Er hat deshalb Klage eingereicht.

Tipp: „Erschlichene Verträge sind unwirksam“, sagt Dr. Katja Henschler von der VZ Sachsen. Das gilt erst recht, wenn nicht der Anschlussinhaber unterschrieben hat, sondern Ehepartner oder Kinder. Außerdem gilt ein unbefristetes Widerrufsrecht, wenn die Kunden keine Widerrufsbelehrung bekamen.

Wer ungewollte Vertragswechsel vermeiden will, kann der Telekom schreiben, dass ein Anbieterwechsel nur mit schriftlichem Einverständnis möglich ist.

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