test erklärt Meldung

Der Bild­fehler. Auf den Nadel­streifen­anzügen von Gästen in Fernseh­shows zeigen sich oft bunte Schlieren. Das Phänomen beruht auf dem Moiré-Effekt. Solche Abbildungs­fehler können auch beim Fotografieren auftreten. Bei der Bild­bearbeitung am Computer sind sie nur schwer zu korrigieren. Dieser Bild­fehler ist ein Problem digi­taler Kameras.

Der Filter. Die meisten Kamera­hersteller versuchen den Fehler mittels eines optischen Tiefpass­filters schon bei der Aufnahme zu minimieren. Der Filter besteht aus einer glas­artigen Schicht und ist vor dem Bild­wandler, dem Sensor, montiert. Der Tiefpass­filter erzeugt Unschärfen an feinen Strukturen. So kann der Moiré-Effekt vermindert werden.

Das Problem. Zwangs­läufig wird durch einen Tiefpass­filter auch die optische Auflösung reduziert. Durch die gewollte Unschärfe gehen sehr feine Bild­details verloren.

Die Alternative. Einige Hersteller bieten hoch­wertige Kameras ohne optischen Tiefpass­filter. Sie sollen mehr Details bei feinen Strukturen zeigen, etwa bei der Abbildung von Haaren. Am Beispiel der Sony Alpha 7R mit 36 Megapixeln wird die Grenze deutlich: Die theoretisch mögliche, extrem hohe Auflösung können Zoom­objektive nicht liefern. Das ist lediglich mit sehr hoch­wertigen Fest­brenn­weiten möglich.

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