test erklärt Meldung

Ende des Zwangs. Am 1. Januar 2013 entlässt der Kabelnetz­betreiber Unitymedia 4,5 Millionen Haushalte aus der Grund­verschlüsselung. Bisher über­trug Unitymedia werbe­finanzierte Privatsender in digi­taler Qualität verschlüsselt. Wer die sehen wollte, musste ein spezielles Empfangs­gerät mieten oder kaufen. Damit ist nun Schluss: Wer einen modernen Fernseher mit einge­bautem Kabel­empfänger besitzt, empfängt Privatsender in digi­taler SD-Bild­qualität ohne Zusatz­gerät oder Entschlüssel­ungs­karte. Auch Zweit­fernseher und Fest­platten­rekorder können von analog auf digital umsteigen. Ein Such­lauf findet die Sender. Ältere Fernseher können ab Januar frei verkäufliche Kabel­empfänger nutzen. Nur wer Zusatz­pakete bucht, braucht einen Unitymedia-Empfänger. Private HD-Programme gibt es weiterhin nur verschlüsselt.

Wechsel möglich. Ebenfalls zum 1. Januar lässt Unitymedia Gestattungs­verträge mit Wohnungs­gesell­schaften auslaufen. Diese Verträge binden Mieter an den Kabel­betreiber und laufen normaler­weise über Jahr­zehnte. Mieter zahlen eine ermäßigte Kabel­gebühr – egal ob sie Kabel­fernsehen nutzen oder nicht. Mit dem Ende der Gestattungs­verträge können Mieter die Kabel­gebühr sparen. TV-Signale ohne monatliche Kosten empfangen sie per Antenne oder Satellit – voraus­gesetzt der Vermieter erlaubt die Satellitenschüssel.

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