test erklärt Musik archi­vieren

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Musikfans stehen häufig vor der Frage, wie sie am besten ihre digitalen Audiodateien archi­vieren können. Sie müssen entscheiden, ob sie ihre Musik lieber unkomprimiert oder komprimiert speichern wollen. Unkomprimierte Dateien sind vor allem dann sinn­voll, wenn diese noch gemischt oder anderweitig weiterver­arbeitet werden sollen. Das gilt beispiels­weise oft für selbst­erstellte Musik­aufnahmen (siehe Test „Audiorekorder“). Das verbreitetste Dateiformat hierfür ist Wave. Es braucht aber viel Speicher­platz.

Komprimierte Audiodateien lassen sich platz­sparend speichern und schnell über­tragen. Im optimalen Fall werden dabei nur Geräusch­informationen, die das menschliche Ohr nicht hören kann, ausgelassen. Audiodateien können in zahlreichen Formaten komprimiert werden, zum Beispiel MP3, WMA oder AAC. Am weitesten durch­gesetzt hat sich MP3. Im Vergleich zu Wave benötigen MP3-Dateien weniger als ein Zehntel des Speicher­platzes.

Bei der Komprimierung sollte aber eine gewisse Daten­rate nicht unter­schritten werden, sonst hört sich die Lieblings­musik verschwommen oder verzerrt an. Die Daten­rate gibt den Speicherbedarf je Spiel­zeit an, meist in Kilobit pro Sekunde (kbit/s). Für ungetrübten Hörgenuss empfiehlt sich bei MP3-Dateien in der Regel eine Bitrate von 192 kbit/s.

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Blume am 23.01.2012 um 03:19 Uhr
Weitere verlustfreie Komprimierung

Eine seit Jahren bereitgestellte Alternative zur verlustfreien, digitalen Speicherung ist der Flac-Codec (Open-Soure).
Flac-Dateien können auf Apple-Systemen nicht abgespielt werden. Dies gilt übrigens auch für das APE-Format.
Bereits vorhandene Flac/APE-Dateien lassen sich aber duch entsprechende Konvertierungsprogramme in Apple-Formate umwandeln.
Nun hat Apple seit Ende vergangenen Jahres seinen Apple Lossless Codec als Open Source zur Verfügung gestellt. Statt vorhandene Formate einzubinden... .

User9012 am 14.01.2012 um 13:43 Uhr
Es gibt auch verlustfreie Komprimierung

Leider geht der Artikel nicht auf die Möglichkeit einer verlustfreien Komprimierung ein. Ende letzten Jahres hat Apple seinen ursprünglichen proprietären Codec "Apple Lossless Codec" als Open Source zur Verfügung gestellt. Mit Apple Lossless lassen sich z.B. WAV-Dateien um 50-60% komprimieren, ohne dass die Qualität darunter leidet. Wie der Name des Codecs schon sagt, handelt es sich dabei um eine verlustfreie Komprimierung, das Originaltonsignal wird somit nicht verändert! Dieses Verfahren eignet sich für Musikliebhaber, die Wert auf eine hohe Qualität bei der Archivierung legen, dennoch aber den Speicherbedarf reduzieren möchten.