test erklärt Meldung

Der Begriff steht für einen Fehler im Autofokussystem von Spiegelreflexkameras. Sie stellen dann nicht auf den Punkt scharf. Im Unterschied zu Kompakt- und spiegellosen Systemkameras verwenden sie einen separaten Autofokussensor. Ein Hilfsspiegel lenkt Licht vom Objektiv zum ihm um. Der Autofokussensor muss auf den Bruchteil eines Millimeters genauso weit vom Hilfsspiegel entfernt sein wie der Bildsensor. Stimmt der Abstand nicht, wird vor oder hinter dem Bildsensor (Frontfocus/Backfocus) scharf gestellt. Beim Fokus auf die Pupille werden so vielleicht nur Wimpern scharf gestellt.

Das Problem kann bei jeder Spiegelreflexkamera auftreten. Auch Kameras mit fest stehendem Spiegel wie Sony alpha 65VK und alpha 77VK, die wir unlängst prüften, kann es treffen (siehe Produktfinder Digitalkameras). Beide Sonys haben einen Bildsensor mit 24 Millionen Bildpunkten, liefern aber Bilder mit weniger Details als die Nikon 1V1 mit 10 Megapixel. Probefotos mit der alpha 65VK zeigen den Fehler deutlich: Die Sony stellt nicht auf den Punkt scharf. Mit dem identischen Set-Objektiv einer anderen Sony-Kamera variiert das Ergebnis etwas. Entscheidend besser wird das Bild aber damit nicht.

Tipp: Servicepartner der Kamerahersteller justieren Fokussystem und Objektive. Das kann allerdings deutlich über 100 Euro kosten.

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