test-Umweltkarte Badegewässer Meldung

Fast 400 Badestellen im test-Umweltcheck: Wir zeigen Ihnen, wo das Wasser wirklich sauber ist.

Badeverbot am Ammersee, gleich an allen Badestellen? Die Gewässerdaten der vergangenen Saison versetzen in Erstaunen. Hatte der Ammersee auf der test-Umweltkarte doch noch nie den roten Punkt kassiert, mit dem wir eine schlechte Wasserqualität quittieren. Aber 1999 machte das Pfingsthochwasser einen Strich durch die Rechnung. Wie das zuständige Gesundheitsamt in Landsberg mitteilte, war die Ammer überflutet, die Kläranlagen überlastet. Fäkalien gelangten kurzzeitig in den Ammersee.

Waren es im Süden die Regenfälle, die Schmutz ins Wasser brachten, so führte andernorts das schöne Wetter zu Problemen. Denn mit dem Andrang der Badegäste gelangen auch Bakterien ins Wasser. Und Sonnenschein begünstigt das Wachstum von Algen. Die stören nicht nur, sondern können auch die Gesundheit der Badenden gefährden. Einige Blaualgen produzieren Gifte, die Magen-Darm-Beschwerden und Hautausschläge hervorrufen.

Manchmal führten auch andere "unglückliche" Umstände zu Problemen. Etwa am Nordseestrand in Duhnen: Das zuständige Ministerium schrieb uns, dass hier wenige Tage lang ein Badeverbot bestand, weil "mobile Sanitärräume versehentlich an eine Regenwasserleitung angeschlossen wurden".

Um dem Zufall ein Schnippchen zu schlagen, haben wir bei der Bewertung der Wasserqualität auch die Vorjahre einbezogen. So wurde kein See "rot" bewertet, wenn er nur einmal einen Grenzwert überschritten hat, ihn ansonsten auf unseren Umweltkarten aber immer ein blauer Punkt zierte. Seen, die in der Vergangenheit besonders negativ aufgefallen sind, haben wir abgewertet.

Die meisten sauber: Aber glücklicherweise haben wir relativ wenige Badestellen abgewertet, wie unsere Karte zeigt. Blau ist die dominierende Farbe - besonders an der Küste. Hier können Sie sich getrost ins Vergnügen stürzen.

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