test-Leser fragen Meldung

Wegen einer heftigen Allergie musste ich im Skiurlaub in Bayern zum Augenarzt. Ich hatte in dem Quartal schon die Praxisgebühr gezahlt. Aber der Arzt wollte die Quittung nicht anerkennen. Auch eine telefonische Überweisung reichte ihm nicht.

Das ist leider auch korrekt so. Wer keine schriftliche Überweisung vorlegt, muss auch mehrmals im Quartal zehn Euro Praxisgebühr zahlen. Das geht auch Patienten so, die zum Beispiel am Dienstagabend akut erkranken und nicht warten können, bis ihr Hausarzt am Donnerstag wieder die Praxis öffnet und eine Überweisung ausstellt. Nur wenn sie anschließend gleich noch mal zum selben Notarzt müssen, reicht die Quittung der ersten Notarztbehandlung, sodass sie nicht auch noch ein drittes Mal zahlen müssen. „Auch bei unverschuldeten Notfällen ist keine Kulanzregelung vorgesehen“, teilten uns AOK, Barmer, DAK und Techniker Krankenkasse mit. Patienten können dies auch nicht umgehen, indem sie sich vorsichtshalber eine Blanko-Überweisung ausstellen lassen. Denn eine Überweisung muss zielgerichtet sein, zum Beispiel direkt an einen Augenarzt oder einen Gynäkologen.

Tipp. Bei einigen Ärzten ist es möglich, die Überweisung des Hausarztes nachzureichen.

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