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Ich möchte meine Stirnfalten mit Botox wegspritzen lassen. Gibt es Risiken?

Botox, korrekt Botulinumtoxin A, ist ein starkes Nervengift. In der Medizin wird es schon lange eingesetzt, zum Beispiel um Spasmen oder übermäßige Schweißproduktion zu behandeln, seit Ende der 80er Jahre auch zur Antifaltenbehandlung. Dazu wird Botox in mikroskopisch kleinen Dosen gespritzt, besonders gegen die Denker- und Zornesfalte zwischen den Augenbrauen, aber auch an der Außenpartie der Augen. Botox lähmt den für Mimikfalten verantwortlichen Muskel. Unwillkürliche Reflexbewegungen wie das Zusammenziehen der Brauen sind dann nicht mehr möglich. Die Spritzen werden problemlos vertragen. Nur manchmal klagen Patienten nach der Behandlung über Kopfschmerzen, Grippe-Symptome, Übelkeit. Selten, aber weit unangenehmer: Hängende Augenlider durch Behandlungsfehler.

Obwohl noch keine Langzeitstudien über Botox als Antifaltenmittel existieren, hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA im Jahr 2002 grünes Licht für den kosmetischen Eingriff gegeben. Die Behandlung der Stirn kostet zirka 300 Euro. Die Wirkung hält drei bis sechs Monate an, die Prozedur kann dann wiederholt werden.

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