Bei vielen Kameras wird zur Bildstabilisierung lediglich die Lichtempfindlichkeit der Kamera erhöht (Fachbegriff: Digitale Bildstabilisierung DSP). Bei höherer Lichtempfindlichkeit verkürzen sich die Belichtungszeiten. Statt etwa mit einer Fünfzehntel Sekunde wird dann mit ­einer Dreißigstel Sekunde fotografiert. Das reduziert zwar die Verwacklungsgefahr, die erhöhte Empfindlichkeit führt aber zu sichtbar stärkerem Bildrauschen. Neben den schwachen Bildsignalen wird das Grundrauschen des Fotochips ebenfalls verstärkt und macht sich besonders in satten Farbflächen bemerkbar. Besser sind Kameras mit optischem Bildstabilisator, der wirkt mittels fein gesteuerter Mechanik im Kamerainneren oder im Objektiv dem Verwackeln entgegen. Das hat keinen Einfluss auf das Bildrauschen, ist aber aufwendiger als die Erhöhung der Empfindlichkeit und verteuert die Kamera. Alternative: Verwenden Sie bei wenig Licht ein Stativ und achten Sie bei langen Brennweiten (Teleobjektiv) auf eine große Blendenöffnung.

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