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Hier stürzt zum Glück nur eine Puppe im Babywalker die Treppe herunter. Ein Kind würde sich böse Verletzungen zuziehen.

Die nett aussehenden, rollenden Babywalker mit Spielbrett, Rassel und Figuren gefährden Kleinkinder mehr, als dass sie nützen. Nach Angaben des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte verunglücken jährlich etwa 6 000 Kinder mit einer solchen Lauflernhilfe. Die Kinder stürzen damit über Türschwellen oder Treppen hinunter, verbrühen sich an heißen Getränken, die sie vom Tisch reißen, oder vergiften sich mit Zigaretten und Medikamenten. Unfallfolgen sind häufig schwere Kopfverletzungen bis hin zu Schädelbrüchen. Zwar gibt es seit 2001 eine europäische Norm, die die Geräte sicherer machen soll. Das reicht aber nicht aus. Denn die Gefahr besteht gerade darin, dass die Kinder ihren Aktionsradius altersuntypisch stark vergrößern und die Erwachsenen das häufig unterschätzen. Genau deshalb ist der Verkauf solcher Lauflernhilfen in Kanada übrigens seit Anfang 2004 verboten.

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