Bei Frühbucherangeboten wird die Anzahlung für Reisen schon Monate im voraus fällig. Wie hoch darf sie sein?

Lange Zeit waren zehn Prozent des Reisepreises üblich. Der Bundesgerichtshof hat diese Praxis 1987 in einem Grundsatzurteil bestätigt. Nachdem Reiseveranstalter seit 1994 gesetzlich verpflichtet sind, eine Insolvenzversicherung abzuschließen, muss bei der Anzahlung ein Sicherungsschein ausgehändigt werden. Danach wurden die Anzahlungen auf 15 und oft auch schon auf 20 Prozent erhöht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gegen diese hohen Vorauszahlungen geklagt. Zunächst ohne Erfolg. Das Oberlandesgericht Köln erklärte entsprechende Klauseln in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Reiseveranstalter für zulässig. Nun muss der Bundesgerichtshof erneut entscheiden.

Dieser Artikel ist hilfreich. 437 Nutzer finden das hilfreich.