test-Leser fragen Meldung

Ich dachte, Supermärkte müssen alle Pfandflaschen zurücknehmen. Doch an der Kasse höre ich ständig Ausreden. Und bei Penny steht auf dem Bon, den es am Automaten gibt: „Auszahlung nur am gleichen Tag.“

Für solch eine Frist sehen wir keine juristische Grundlage. Wenn ein Kunde vergessen hat, den Bon einzulösen, darf der nicht einfach verfallen. Ähnlich sieht das offenbar auch Rewe: Ein Sprecher erklärte, man habe Penny angewiesen, den Vermerk zu streichen. Grundsätzlich gilt: Wer Pfandflaschen verkauft, muss alle Pfand­flaschen zurücknehmen – auch fremde. Entscheidend ist das Material: Glas, Plastik oder Metall. Wer nur Dosen verkauft, muss nur Dosen zurücknehmen. Ausnahmen:

Mehrweg: Die Annahmepflicht betrifft nur Einweg-Pfand. Mehrwegflaschen hingegen muss nur der Händler annehmen, der sie auch verkauft.

Ausland: Flaschen oder Dosen aus dem Ausland können in Deutschland nicht abgegeben werden.

Kioske: Läden unter 200 Quadratmeter Fläche müssen nur die Marken zurücknehmen, die sie auch verkaufen.

Kaputtes: Wenn das Pfandlogo nicht mehr zu erkennen ist, darf der Handel die Verpa­ckung ablehnen, nicht aber zerbeulte Flaschen oder zerdrückte Dosen.

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