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In Prospekten über Heizkessel finde ich immer wieder die Angabe des Normnutzungsgrads. Was sagt mir dieser Wert?

Je größer der Normnutzungsgrad, desto besser die Energieausnutzung eines Kessels. Er gibt an, wie viel Prozent des Brennstoffs in einer Heizperiode vom Wärmeerzeuger tatsächlich in nutzbare Heizwärme umgesetzt werden kann. Wird der Nutzungsgrad nach der Norm ermittelt, werden die Heizbedingungen simuliert und der Kesselwirkungsgrad in fünf Auslastungsgraden, die unterschiedlichen Außentemperaturen entsprechen, bestimmt. Der Normnutzungsgrad errechnet sich aus den fünf Wirkungsgraden. Da die Prüfbedingungen für alle Kesseltypen gleich sind, eignet sich der normierte Nutzungsgrad zum Vergleich. Für Brennwertkessel kann der Nutzungsgrad sogar mehr als 100 Prozent erreichen, weil er nicht auf Basis des Brennwerts, sondern des Heizwerts berechnet wird. Der Heizwert berücksichtigt nicht die Wärme im Wasserdampf der Abgase, die in Brennwertkesseln durch Kondensation zusätzlich für die Heizung genutzt wird.

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