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Ja, das kann sinnvoll sein. Denn Folsäure, ein Vitamin der B-Gruppe, ist immens wichtig: für das Wachstum, für Herz und Kreislauf und für jüngere Frauen, die schwanger sind oder werden wollen. Die täglich empfohlene Aufnahme sollte 400 Mikrogramm betragen, für Schwangere 600 Mikrogramm. Es ist schwierig, diese Mengen mit der täglichen Kost aufzunehmen. Folsäure steckt zwar unter anderem in Eiern, grünen Blattgemüsen und Tomaten, ist aber sehr licht- und hitzeempfindlich und geht beim Kochen kaputt. Außerdem kann der Körper die natürliche Folsäure nur zum Teil verwerten – anders als die synthetische. Fazit: Wir sind mit Folsäure nicht allzu gut versorgt. Sinnvoll ist deshalb die Anreicherung von Speisesalz mit Folsäure. Dieses Salz, das seit einiger Zeit im Handel ist, lässt sich gut dosieren. Schon zwei Gramm, ein halber Teelöffel, liefern 200 Mikrogramm Folsäure – eine gute Ergänzung. Nicht sinnvoll ist dagegen die Anreicherung von ernährungsphysiologisch wenig günstigen süßen Lebensmitteln, bei denen vor allem Kinder zulangen: Cornflakes, Fruchtsaftgetränke und Milchdrinks. Die Produkte sind sehr unterschiedlich angereichert, eine genaue Dosierung kaum möglich und die Zufuhr gerät schnell außer Kontrolle.

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