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Leasing: Unterm Strich teurer als der Kauf.

Frage: „Eine Freundin hat mir erzählt, dass man übers Internet Haushaltsgeräte wie Autos leasen kann – und das für weniger als einen Euro am Tag. Klingt verlockend.“ Ulrike K. aus Berlin möchte wissen, ob sich das tatsächlich lohnt.

Antwort: Leasingverträge ähneln Mietverträgen und lohnen sich – wenn überhaupt – am ehesten für Geschäftsleute, die die Leasingraten als Betriebskosten steuerlich absetzen können. Im Fall von leasing-world.com, dem Internetanbieter von Haushaltsgeräten, haben wir am Beispiel des Wäschetrockners Bosch WTL 6101 einmal nachgerechnet: Bei 60 Monaten Laufzeit und einer monatlichen Rate von 15,75 Euro belaufen sich die Gesamtkosten auf 945 Euro, bei einer Laufzeit von zwei Jahren (37,25 Euro pro Monat) auf knapp 900 Euro. Ein Preisvergleich im Internet ergab für diesen Trockner einen Kaufpreis zwischen 460 und 480 Euro, also nur rund die Hälfte. Kaufen ist demnach viel billiger als leasen, selbst dann, wenn man dafür ein Darlehen bei seiner Hausbank aufnehmen muss. Hinzu kommt: Leasingbedingungen sind für Verbraucher häufig schwer durchschaubar und voller Fallstricke. Um eine „verbindliche“ Leasinganfrage für ein bestimmtes Gerät zu starten, sind zum Beispiel bei leasing-world.com erst einmal sehr persönliche Daten bis hin zum Arbeitgeber und Verdienst preiszugeben.

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