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Wenn ich zu Weihnachten einen Gutschein verschenke, wie lange ist der dann gültig?

In der Regel mindestens ein Jahr. Am besten ist es, wenn das so auf dem Gutschein steht. Will der Händler eine kürzere Frist, ist das nicht rechtens. Fristen unter zwölf Monaten sind ungültig, urteilten das Amtsgericht Wuppertal bei einem Saunakupon (Az. 31 C 285/02) und das Amtsgericht Syke bei einer Ballonfahrt (Az. 9 C 1683/02). Das Landgericht München hielt zehn Monate bei einem Kaufgutschein für zu kurz (Az. 7 O 2109/95). Ist der Gutschein unbefristet, gelten drei Jahre Verjährungsfrist. Sie beginnt am Ende des Jahres, in dem der Schein gekauft wurde. War das irgendwann 2006, kann er bis 31. Dezember 2009 eingelöst werden. Anders ist das bei termingebundenen Leistungen, etwa einem Theatergutschein für eine bestimmte Vorstellung – nicht aber bei Kinokupons, die für alle Filme gelten. Ist die Frist verstrichen, muss der Händler das Geld erstatten. Er darf seinen entgangenen Gewinn abziehen: meist etwa 20 bis 25 Prozent.

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