Beim neuen Energieausweis ist auch von Verbrauchs- oder Bedarfsausweis die Rede. Was ist der Unterschied?

Dem Verbrauchsausweis liegt der Energieverbrauch des Gebäudes in mindestens drei aufeinanderfolgenden Jahren zugrunde. Er ist schon für unter 50 Euro zu haben. Wie viel Erdgas oder Heizöl verbraucht wurde, hängt aber maßgeblich vom Verhalten der Bewohner ab. Heizten die Hausbewohner nur spärlich, weil sie kaum zuhause waren oder kühlere Räume bevorzugten, wird das Gebäude unter Umständen besser eingestuft als nach der bedarfsorientierten Methode. Der etwas aufwendiger zu erstellende Bedarfsausweis für 100 bis 500 Euro betrachtet allein die Bausubstanz und die Heiztechnik. Er gibt Auskunft über den energietechnischen Zustand eines Gebäudes. Er berücksichtigt auch energiesparende Maßnahmen, die bereits durchgeführt wurden. Die Heizgewohnheiten der Bewohner spielen jedoch keine Rolle. Der Bedarfsausweis gilt als zuverlässiger und wird daher von Käufern und Mietern eher beachtet werden. Für eine größere Modernisierung ist er stets die bessere Wahl. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Energiepass in Finanztest 8/07, siehe Meldung Verkauf und Vermietung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 125 Nutzer finden das hilfreich.