Mein Sohn hat nun schon das zweite Handy verloren. Sollte ich für das nächste eine Versicherung abschließen?

Besser nicht. Meist bieten Elektronikhändler, Netzbetreiber oder Provider solche Policen an. Dabei arbeiten sie mit Spezial­versi­cherern zusammen. Der billig­ste Tarif, der meist 99 Cent monatlich kostet, deckt nicht einmal Diebstahl ab. Soll der Diebstahlschutz enthalten sein, kostet zum Beispiel Handy­schutz24 schon 2,45 Euro. Bei teuren Geräten wird es noch mehr: Jamba nimmt für Telefone bis 900 Euro satte 8,49 Euro Monatsbeitrag.

Dennoch haben die Policen in der Regel erhebliche Lücken. Liegenlassen, Vergessen oder Verlieren ist meist nicht versichert, ebenso wenig Schäden durch Witterungseinflüsse wie Regentropfen. Auch für normale Abnutzung und Verschleiß kommt die Versicherung nicht auf, auch nicht für Kratzer und Schrammen. Ist Diebstahl mitversi­chert, wird nur gezahlt, wenn der Kunde das Gerät „sicher mitgeführt“ hat. Lag es im Rucksack oder Schulranzen, kann es also schon Streit geben. Und wenn der Dieb mit dem Handy telefoniert, gibt es gar nichts oder sehr wenig: bei Jamba maximal 5 Euro, auch wenn der Schaden mehrere Hundert Euro beträgt.

Fazit. Die Versicherung ist unnötig und teuer. Beispiel Handy­schutz24: Wird ein 300-Euro-Handy im dritten Jahr geklaut, werden vom Kaufpreis 40 Prozent Zeitwertabzug und Selbstbehalt abgezogen. Die Versicherung zahlt also nur 180 Euro. Dagegen hat der Kunde nach drei Jahren schon 88,20 Euro an Beiträgen bezahlt, gewinnt also nur 91,80 Euro.

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