Da steht ein interessantes TV-Gerät, eine tragbare CD-/Radiokombination oder ein Set von Computerlautsprechern im Laden, und der Prospekt verspricht atemberaubende Leistungen: 200, 500 oder gar 1 500 Watt. Nur das dezente Kürzel „PMPO“ weist den Kenner auf Rosstäuscherei hin.

Die Buchstaben stehen für Peak Maximum Power Output, maximale Spitzen-Ausgangsleistung. Die versprochenen Watt können die Leistungsträger bestenfalls für Sekundenbruchteile liefern. Seriöse Leistungsan­gaben („Sinus“) bauen auf Dauermessungen. Zudem addieren die Hersteller die Lei­stungen aller Kanäle – Aussagekraft haben nur Werte pro Kanal. Erfahrungsgemäß liegen die Kräfte der Aufschneider eher bei 2 als bei 20 Watt. Ein Blick auf die Geräterückseite klärt das Grobe: Wenn die Leistungsaufnahme auf dem Typenschild niedriger ist als die angegebene Leistung, handelt es sich um PMPO-Schummelei.

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