test-Labor findet erneut PAK Meldung

Erneut hat das test-Labor hohe Konzentrationen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in einer Standpumpe für Fahrräder gefunden. Der Schlauch der Pumpe, die seit gestern für 3,99 Euro bei Penny zu haben ist, enthält knapp 900 Milligramm je Kilogramm Material. Allein vom besonders gefährlichen Benzo[a]pyren enthielt der gummiartige schwarze Kunststoff 45 Milligramm pro Kilogramm. Viele PAK und vor allem Benzo[a]pyren sind krebserregend, fruchtschädigend, erbgutverändernd und beeinträchtigen die Fruchtbarkeit. Schon bei Berührung belasteten Materials kann Gift in den Organismus gelangen.

[Update: 20.03.2007] Penny hat reagiert. Details am Ende der Meldung.

Aldi-Pumpe ähnlich

Schon in der vergangenen Woche hatte Aldi-Nord eine ganz ähnliche Luftpumpe im Angebot. Sie war test-Mitarbeitern wegen ihres bestialischen Gestanks aufgefallen. Die Untersuchung im test-Labor ergab alarmierend hohe PAK-Konzentrationen. Da lag der Verdacht nahe, dass auch die Pumpe bei Penny belastet ist. Tatsächlich fand das test-Labor bei seiner Analyse hohe PAK-Konzentrationen. Die Werte liegen nur wenig niedriger als bei der Pumpe aus dem Aldi-Angebot.

Zuletzt weniger Funde

PAK sind Chemikalien, die in minderwertigen Rohstoffen vorkommen und vor allem in schwarzen und weichen Kunststoffen zu finden sind. Mit PAK lassen sich die Eigenschaften von bestimmten Kunststoffen gezielt verändern. test.de wies sie in zahlreichen Produkten nach. Vor allem Billigwerkzeug aus Super- und Baumärkten war betroffen. Zuletzt allerdings war das Labor nur selten noch auf besorgniserregende PAK-Konzentrationen gestoßen.

[Update: 20.03.2007] Unmittelbar nach Bekanntwerden der Untersuchungsergebnisse hat Penny die Filialen nach eigenen Angaben angewiesen, die Pumpen so schnell wie möglich aus dem Angebot zu nehmen. Käufer können sie jederzeit zurückbringen. Penny erstattet den Kaufpreis.

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